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Newsflash

4.000 Euro für Hochwasseropfer

Der Mädchen- und Frauenchor aus Krummennaab (Landkreis Tirschenreuth) hat am 23. Juni spontan ein Benefizkonzert für die Hochwasseropfer organisiert. Mit dabei waren der Zitherclub Erbendorf und der Posaunenchor Krummennaab-Thumsenreuth.

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Frische Milch zum Selberzapfen

Landrat Wolfgang Lippert (links) beim Milch zapfenSassenhof. (den) Frische Milch zum Selberzapfen aus dem Automaten gibt es jetzt ab sofort bei Familie Fütterer in Sassenhof. Martin und Doris Fütterer haben eine Frisch-Milch-Zapfstelle eingerichtet, hier können sich die Kunden 24 Stunden, also rund-um-die Uhr, Milch holen. Schon von weit her lockt ein riesiges Plakat am Stall und wirbt mit einem eigens entworfenen Logo für die Frischmilch-Zapfstelle.

In einem kleinen Häuschen gleich am Ortseingang und am Kuhstall der Fütterers steht dann der Automat. Einfach Geld einwerfen, Gefäß in den Milchautomaten stellen und den Knopf drücken, schon läuft die frische Milch. Sobald der Kunde den Knopf auslässt, hört der Milchfluss auf und der Automat gibt das Restgeld zurück. Ein Liter Milch kostet hier einen Euro, auf das Zehnerl genau und damit 100-ml-weise kann gezapft werden.

 

"Dieses Angebot ist einzigartig", so Fütterer stolz. In der ganzen Oberpfalz und noch weit darüber hinaus, sind weder ihm noch dem Bauernverband ein ähnliches Angebot bekannt.
Von der Einzigartigkeit überzeugte sich auch Landrat Wolfgang Lippert bei der offiziellen Eröffnung. Mit großem Vergnügen ließ er sich einen halben Liter geben und schenkte anschließend an die Ehrengäste aus. Auch Hans Donko, Vorsitzender der Steinwald-Allianz, Bürgermeister Uli Roth, Josef König vom Veterinäramt, Ely Eibisch und Ulrich Hahn vom Bauernverband ließen sich die Rohmilch mit 4,2 Prozent schmecken.

Lippert erklärte, dass es keine bessere Form der Direktvermarktung geben könne. "Keine Zehn Meter von der Kuh entfernt, fließt die Milch in die Flasche. Eine absolute Frische ist somit garantiert", so Lippert. Das Angebot von Familie Fütterer passe natürlich sehr gut in die Öko-Modellregion Steinwald, lobte Donko. Als Bürgermeister freute sich Roth über den Unternehmergeist der Fütterers. Martin Fütterer berichtete, dass die Anlage erst seit einigen Tagen laufe und bereits viele Kunden den Weg nach Sassenhof zum wiederholten Male mache

Die Anleitung zum Zapfen gibt es bisher nur auf Deutsch, aber auch die amerikanischen Mitbürger bedienen den Automaten fleißig. Ein Schild am Automaten erinnert daran, dass die Milch wirklich frisch, noch roh ist: Rohmilch - Vor dem Verzehr bitte abkochen. Fütterer und seine Gäste ließen sich die Milch allerdings roh schmecken. Angst muss niemand haben, auch die kleinen Töchter von Doris und Martin trinken die Rohmilch, außerdem wird das wertvolle Gut ganz regelmäßig untersucht. Schwangere und Säuglinge sollten aus Vorsicht jedoch die Rohmilch vor dem Verzehr abkochen.

Hinter dem Häuschen mit dem Automaten sind die "Damen" im Freilaufstall dabei die begehrte Milch zu produzieren. 110 Kühe sind hier im Freilaufstall für das begehrte weiße Nass verantwortlich. Jede Kuh geht dabei ganz individuell nach ihren Bedürfnissen zum Melken, dies übernimmt hier im modernen Stall ein vollautomatischer Melk-Roboter. Mittels Laser tastet er das Euter ab und setzt dann das Melkgeschirr an.

Martin Fütterer kontrolliert derweil am Bildschirm welche seiner Damen wie viel abgegeben hat. Frisch gemolken, fließt die Milch in den großen Milchtank und wird auf vier Grad Celsius gekühlt. Von dort entnimmt der Landwirt per Hand die Milch und bringt sie in den Automaten. Auch hier herrschen vier Grad. Fast täglich muss Fütterer dem Automaten "nachschenken".

Die Idee zur Milchzapfstation kam den Fütterers beim Familienurlaub. Dort im Stubaital gab und gibt es ein vergleichbares Angebot und so reifte der Gedanke zu Hause in der Oberpfalz immer weiter. Gattin Doris wurde derweil auch im Kindergarten der Töchter angesprochen, ob es nicht möglich wäre, frische Milch vom Bauern zu bekommen. So machten sich Martin Fütterer und sein Vater Leonhard ans Werk, stellten das Häuschen gleich bei der Einfahrt zum Hof auf und organisierten den Zapfautomaten. Übrigens: Wer kein passendes Gefäß mitgebracht hat, kann sich gegen ein Pfand von zwei Euro eine Glasflasche mit dem Fütterer-Logo ausleihen.

 
 
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