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Die Akzeptanzstellen der Bayer. Ehrenamtskarte

im Landkreis sind seit 22.12.2011 veröffentlicht. Sie finden Sie hier. Weitere Infos zur Ehrenamtskarte gibt es hier bei uns. Seit April 2013 liegt im Rathaus auch ein Faltblatt mit den Akzeptanzstellen im Landkreis aus.

 
 

Pläne für das Areal "Alter Friedhof"

Bild: Bürgermeister Uli Roth mit dem Modell der angedachten Stelen von Steinmetzmeister Georg Neugirg.Krummennaab. (den) In einer Sondersitzung des Gemeinderates stellte Dr. Emil Lehner den anwesenden Räten und der Bevölkerung die Pläne für das Areal "Alter Friedhof" vor. Über "intensive, längere Zeit" habe sich der Gemeinderat damit bereits beschäftigt. Als Ort der Entschleunigung, der Ruhe, Einkehr, Besinnung und Wertschätzung bezeichnete Lehner das Gebiet. Der Gedenkort soll zu einem Symbol für den Frieden werden. Der vorhandene Aufwuchs und Wurzeln werden dabei vorsichtig entfernt und aufgefüllt. Das Gelände wird abschließend rund 30 Zentimeter höher liegen als bisher und damit auch deutlich über den Grabstellen.

Das Areal hebt sich ganz bewusst und sichtbar als "stilles Areal" vom übrigen Gelände ab. Von einer Torsituation aus öffnet sich der historische Friedhof nach hinten zum Gedenkelement. Beleuchtete Formbäume unterstreichen dabei den geradlinigen Charakter dieses besonderen Ortes. Eine "klare Angelegenheit", die sich nachdrücklich vom restlichen Ort abheben soll, so Lehner. Die in Quaderform geschnittenen Linden sind dabei bewusst gewählt und stehen symbolisch für Frieden. "Symmetrie steht für Ordnung und damit auch für Sicherheit", führte der Architekt aus. 

Besonderes Interesse galt den geplanten Skulpturen für den Gedenkort. Steinmetzmeister Georg Neugirg hat dazu bereits Modelle vorgestellt. Die angedachten drei Säulen ergeben einen Dreiklang, die beiden äußeren Stelen können mit den Namen der Gefallenen und Vermissten versehen werden. Die mittlere Säule ist von Wasser, das als dem Element des Lebens gilt, umgeben. Auch steht sie nicht auf einem Sockel, "vielmehr geht sie in den Boden hinein und ist als Hinweis auf das Leid gedacht" erläuterte Lehner. Im Hintergrund schließt eine Hainbuchhecke den Gedenkort ab. 

Bürgermeister Uli Roth bezifferte die Kosten auf rund 385 000 Euro, knapp 80 Prozent darf die Gemeinde als Zuschuss erwarten. Er dankte dem Gemeinderat, dass alle die Entscheidung, das alte Kriegerdenkmal nicht mehr aufzustellen, mittragen. "Wir wollen kein Kriegerdenkmal, sondern vielmehr ein Symbol, ein Mahnmal für den Frieden" bekräftigte Roth. 

Jakob Gallersdörfer (CSU) regte an, dass auch auf jeden Fall der örtliche Steinmetz zum Zuge kommen müsse. Des Weiteren meldete er Bedenken bei den Formbäumen an. Diese müssten mindestens zwei Mal im Jahr geschnitten werden. Dazu erklärte Roth, dass acht Bäume bestimmt zu schaffen wären. Herman Prölß (FW) gab zu bedenken, dass am Volkstrauertag zu wenig Platz für die Besucher sei. Herbert Mattes (FW) lobte den Plan als "sehr durchdacht, einfach und doch hintersinnig" und auf jeden Fall "einmalig in der Region". Allerdings missfallen ihm die Formgehölze. Diese "passen nicht", er bevorzuge hier tropfenförmige Bäume. Diese müssten auch nur einmal im Jahr geschnitten werden. Prölß warf ein, dass er sich auch säulenförmige Bäume vorstellen könne. Max Sieder (SPD) würde die Problematik des Baumschnittes hintanstellen. Er erklärte, dass es im Moment viel wichtiger sei, dass "was aus der Fläche gemacht wird". Kommende Woche stimmt dann der Gemeinderat im Rahmen der regulären Sitzung über die Einreichung des Zuschussantrages für das Gelände ab. 

 
 
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