Gemeinde Krummennaab

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Die Weihnachtswanderung des STC

findet am Samstag, 16.12.2017 statt. Start ist um 17.00 Uhr vom Parkplatz an der kath. Kirche. Über den Kurweg geht es zum Gasthof "Zainhammer". Dort verbringen wir besinnliche Stunden in vorweihnachtlicher Atmosphäre.

 
 

Enorme städtebauliche Veränderung

Neuordnung der Porzellanbrache hat begonnen

Von links - Christina und Dr. Emil Lehner, Architekturbüro SHL, 2. Bürgermeister Reinhard Naber, Bürgermeister Uli Roth, Carsten Seebauer Projektleiter KEWOG, Bernd Büsching Geschäftsführer KEWOG, Berhard Frummet Kämmerer der Gemeinde, Josef Hierold Abrissunternehmer und Roland Heberl von Rupp Bodenschutz GmbHKrummennaab (den). Es dürfte sich wohl um eine der schwerwiegendsten städtebaulichen Umgestaltungen in der ganzen Region handeln: mit dem begonnenen Abbruch der ehemaligen Porzellanfabrik wird ein Fünftel der Fläche des Ortskerns von Krummennaab zunächst niedergelegt, bevor mit der Neuordnung begonnen werden kann.

Seit im Jahr 2002 die Fabrik, die in der Blütezeit einstmals bis zu 700 Menschen Arbeit und Lohn eingebracht hatte, geschlossen wurde fand sich keine dauerhafte wirtschaftliche Nachnutzung. Nach fast zwei Jahren Verhandlungen und politischer Vorarbeit erwarb die Gemeinde im Herbst 2012 das knapp 30.000 Quadratmeter umfassende Areal zum symbolischen Kaufpreis von einem Euro.


Ein Meilenstein auf dem Weg der Umgestaltung der Ortsmitte war die Aufnahme ins Städtebauförderprogramm. Hier lobte Bürgermeister Uli Roth die sehr gute Zusammenarbeit und die Betreuung durch die entsprechende Stelle bei der Regierung der Oberpfalz, namentlich durch Herrn Leitenden Baudirektor Rudolf Fröschl und die Gebietsleiterin für den Landkreis Tirschenreuth, Frau Regina Harrer.

Der auf rund 1,7 Millionen Euro vorberechnete Abriss wird durch ein Sonderförderprogramm des Freistaates Bayern zur Beseitigung von Industriebrachen großzügig mit 80 Prozent gefördert. Von rund 1,5 Millionen Euro an förderfähigen Kosten darf die Gemeinde also gut 1,2 Millionen an Fördergeldern erwarten. Bürgermeister Roth hob hervor, dass die verbleibenden Eigenmittel in Höhe von rund 500.000 € für die Gemeinde schon einen Kraftakt bedeuten würden. Wenn man aber bedenke, welche enormen Entwicklungspotenziale sich aus den frei werdenden Flächen ergäben, sei dieses Geld sehr gut in die Zukunft angelegt.
Die städtebauliche Neuordnung wird planerisch begleitet vom Büro für Stadtplanung und Landschaftsarchitektur SHL Lehner aus Weiden. Dr. Emil Lehner und Christina Lehner haben in enger Abstimmung mit dem Gemeinderat ein Neuordnungskonzept erarbeitet, dass jetzt sukzessive umgesetzt werden soll.

Die operative Abwicklung des Abrissprozesses wurde an den Sanierungsträger, die Firma Kewog aus Tirschenreuth, vergeben. Der Krummennaaber Gemeinderat war hier der Meinung, dass die Kewog mit ihren Erfahrungen aus diversen anderen Abbrüchen ein kompetenter Partner sein könne.

Da beim Abriss diverses Abbruchmaterial direkt vor Ort verfüllt werden soll, um wieder eine Geländeangleichung zu bewerkstelligen, ist es notwendig, das Recyclingmaterial engmaschig auf Schadstofffreiheit zu überprüfen. Diese wichtige Aufgabe übertrug man der Firma Rupp Bodenschutz aus Kulmain, vertreten durch Herrn Roland Heberl.

Neben der Porzellanbrache hat die Gemeinde mittlerweile auch das Gebäude der ehemaligen Metzgerei Lippert am Marktplatz angekauft, welches ebenfalls demnächst weichen soll.
In einer kurzen Ansprache vor der Bautafel wünschte sich Bürgermeister Uli Roth mit dem ausführenden Abbruchunternehmen, der Firma Hierold aus Moosbach, die aus einer europaweiten Ausschreibung als wirtschaftlichster Bieter hervorgegangen ist, eine gute Zusammenarbeit und einen unfallfreien Verlauf der Arbeiten. Der gesteckte Zeitplan für das Projekt ist äußerst ambitioniert: bis Ende November 2013 muss alles weg sein. Das Ortsbild dürfte sich so drastisch verändern. Als erstes sichtbares Wiederaufbauprojekt steht dann für 2014 die Freistellung der evangelischen Kirche an. Man darf auf die weitere Entwicklung gespannt sein.

Wer den Fortgang der Abrissarbeiten mitverfolgen möchte erfährt mehr unter: www.krummennaab.de/fotogalerie (Bilder stammen alle von Andreas Heinz)

 

 
 
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