Gemeinde Krummennaab

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Benjamin Britten

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Newsflash

Immobilienbörse

Da im Rathaus immer wieder Wohnungsinteressenten anfragen, möchte die Gemeinde allen Vermietern von Wohnungen bzw. Häusern anbieten, ihre Mietobjekte auf dieser Homepage zu bewerben. Der Service ist kostenlos. Sie brauchen uns nur per Mail an poststelle@krummennaab.de Ihr Inserat zu schicken oder vorbeizubringen. Das Angebot richtet sich natürlich auch an Verkäufer von Immobilien und Grundstücken.

 
 

Großprojekt findet Abschluss

Drohnenluftbild der gesamten Anlage in der Trautenberger Au (Andreas Heinz)Kläranlage mit Tag der offenen Tür eingeweiht
Krummennaab/Reuth. (den) Die neue Kläranlage in der Trautenberger Au öffnete zum Tag der offenen Tür ihre Pforten und viele interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, um sich die Anlage anzuschauen und ein Bild davon zu machen, wo ihr Geld in Form von Ergänzungsbeiträgen geblieben ist.
Punkt 14.30 Uhr eröffnete Bürgermeister und VG-Vorsitzender Uli Roth den Nachmittag. In seiner Begrüßung freute sich Roth, für das beauftragte Planungsbüro Zwick aus Weiden den Geschäftsführer Manuel Zwick und vor allem den ausführenden Planungsingenieur Günter Schwab willkommen heißen zu dürfen. Die für die Baumeisterarbeiten zuständige Firma Wilhelm Bauer aus Erbendorf wurde durch die kaufmännische Geschäftsleiterin, Frau Astrid Hippeli, Dipl.-Ing. Holger Dederl und den örtlichen Bauleiter Michael Kraus vertreten. Roth dankte der Firma Bauer für die gute Zusammenarbeit und lobte die erbrachten Leistungen, die terminlich wie finanziell nahezu auf den Punkt  abgewickelt werden konnten.

Insgesamt wurden etwas mehr als fünf Millionen Euro investiert und verbaut, so Roth. Im Großen und Ganzen sei man im Kosten- und Terminrahmen geblieben. Die Bauzeit von fast zwei Jahren erstreckte sich von Mai 2017 bis ins Frühjahr 2019. Aktuell sind nur mehr wenige Restarbeiten übrig. Die Anlage arbeite im Regelbetrieb und erzielt hervorragende Reinigungswerte.
In seiner Ansprache erinnerte Roth auch an den langen und teils mühevollen Weg der Entscheidungsfindung bis zum  die VG-Räte mit KU-Vorstand Gerhard Streibelt (Mitte, mit Bild) v.l.n.r.: BGM Werner Prucker, Johann Neugirg, Gerhard Streibelt, Jakob Gallersdörfer, Max Sieder und BGM Uli Roth  (es fehlt: Helmut-Stefan Neugirg)Baubeginn, der mit einer Machbarkeitsstudie im Jahr 2008 begann. Zunächst war eine Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Friedenfels angedacht, die Bürgermeister und die Verwaltungen waren sich bereits einig, am Ende scheiterte der Anschluss von Friedenfels an fehlenden Grunddienstbarkeiten für eine notwendige Druckpumpleitung.
Im VG-Gremium Krummennaab war man sich aber schnell einig, dass man nicht weiter abwarten kann und will. Daher fiel der Beschluss, das Kommunalunternehmen "Heinbachtal" zu gründen, dessen vorrangiges Ziel der Bau der neuen Kläranlage sein sollte. Zum Vorstand dieses Unternehmens wurde der Leiter des Bauamts, Gerhard Streibelt, aus dem Krummennaaber Rathaus berufen.

Während der Umbauphase verstarb von der beauftragten Waldsassener Metallanlagen-Firma SHM plötzlich und unerwartet der Firmenchef, ebenso von der Zaunbaufirma Spörrer. Roth gedachte in seiner Rede der beiden Verstorbenen und würdigte deren Leistungen.
Roth hob hervor, dass auf der Kläranlage nun zwei hochmoderne Arbeitsplätze entstanden seien, über die sich Roland Beyer als Fachkraft für Abwassertechnik und sein Assistent Andy Kropf freuen dürfen. Modernste elektronische Steuerungen erlauben eine Überwachung sämtlicher Ablaufprozesse.
Als wesentliche Neuerungen wurden von Roth angeführt: die eigens für die Schlammentwässerung erbaute neue Halle mit einer PV-Anlage auf dem Hallendach, die neuen Schneckenhebewerke, die Phosphatfällung und Kalkdosierunsanlage, die einen reibungslosen Betrieb gewährleisten.

In seinem Grußwort dankte Manuel Zwick vom beauftragten Planungsbüro für den erteilten Auftrag und das Vertrauen. Er Ansprache von Manuel Zwick vom Büro Zwick Ingenieure, Weidenwusste zu berichten, dass die alte Kläranlage das Abwasser aus 18 Orts- und Gemeindeteilen nicht mehr zufriedenstellend reinigen konnte. Daher sei der Beschluss zum Umbau höchst sinnvoll und fast schon überfällig gewesen. Zwick betonte, dass es die Aufgabenstellung für das Planungsbüro war, die Anlage auf den neuesten Stand der Technik zu bringen, Gesichtspunkte der Energieeffizienz, der Wirtschaftlichkeit und der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. Das alles sollte mit Blick auf die Kosten unter größtmöglicher Verwendung der vorhandenen Anlagenteile erfolgen, so Zwick. Mit der Realisierung sei vor allem seinem Mitarbeiter, dem ausführenden Planer Dipl. Ing. Günter Schwab, ein Meisterwerk gelungen, weil alle gestellten Anforderungen erfüllt werden konnten. Besonders stolz sei man auf die neu entwickelte Technik, die im 12 Meter tiefen Belebungsbecken zum Einsatz kommt, in das durch Kompressoren Sauerstoff eingeblasen wird, mit dessen Hilfe Bakterien die eigentliche Reinigungsarbeit leisten. Dieses Becken sei in dieser Form einmalig und finde sich im ganzen Landkreis, Zwick meinte sogar in der ganzen Oberpfalz, kein zweites Mal. Zwick erläuterte, dass durch die Abwärme der Kompressoren das Betriebsgebäude beheizt werde, was viel Energie einspart. So sei die neu gebaute Kläranlage auch ein echter Beitrag zum Klimaschutz. Zum Schluss wünschte Zwick der neuen Anlage wieder eine genauso lange Betriebszeit von 38 Jahren, wie es die alte Kläranlage aus der Bauzeit von 1979 bis 1981 gewesen sei. Auch damals waren schon Zwick-Ingenieure maßgeblich am Bau beteiligt.
 Fachkraft für Abwassertechnik Roland BeyerNach den Redebeiträgen konnten sich die anwesenden Besucher in Kleingruppen, die von Roland Beyer und Planer Günter Schwab geführt wurden, eigene Eindrücke von der neu gebauten Anlage machen. Die durchweg als sehr anschaulich und informativ eingestuften Führungen folgten dabei dem Weg des Wassers durch die Kläranlage.

Gegen 18.30 Uhr endete ein wahrlich interessanter und für die Gemeinden Krummennaab und Reuth bedeutsamer Tag. Die Hausbesitzer müssen sich nun wohl rund um den Jahreswechsel auf eine letzte Schlussrate zur anteiligen Finanzierung des Projekts gefasst machen.

Die ausführenden Firmen:
Baumeisterarbeiten und Betonsanierungen: Fa. Wilhelm Bauer, Erbendorf mit Subunternehmer Fa. MIB, Eisleben
Maschinentechnische Ausrüstungen: Fa. Scharrtec, Hunderdorf - SHM, Waldsassen - Kuhn Anlagenbau, Höpfingen - BGU, Bretzfeld - Huber, Berching
Tragwerksplanung: Kästner Ingenieure GmbH, Nürnberg
Elekroplanung: Fa. Romeis & Scherm, Leinburg
Elektroarbeiten: Richter & Stegner Steuerungstechnik, Röslau
Beton- und Baugrundgutachten: Institut Dr. Gauer, Störnstein
Beratung: WWA Weiden, Herr Bauer

 
 
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