Gemeinderat Krummennaab berät über Vandalismus, Baukosten und Badeweiher
In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Krummennaab standen mehrere unterschiedliche Themen auf der Tagesordnung. Besonders ausführlich wurde über Schäden durch Vandalismus, zusätzliche Baukosten sowie den Umgang mit Hunden am Badeweiher gesprochen.
Öffentliche Toilette wird abends geschlossen
Für Diskussionen sorgten vor allem die wiederholten Schäden an der öffentlichen Toilette im Bürgerpark. Laut Bürgermeisterin Marion Höcht hatten Vandalen dort unter anderem den Wasserhahn beschädigt, einen Handtuchhalter abgerissen und das WC verstopft. Auch im Bürgerpark selbst seien Schäden festgestellt worden. Unter anderem wurde die Rutsche beschädigt und verschmutzt. Höcht hatte deshalb vorgeschlagen, die Toilette künftig komplett zu schließen und nur bei öffentlichen Veranstaltungen zu öffnen. Im Gemeinderat fand dieser Vorschlag jedoch keine vollständige Zustimmung. Marina Luttels von den Freien Wählern sprach sich gegen eine dauerhafte Schließung aus, da die Toiletten schließlich für die Bürger errichtet worden seien. Auch über mögliche Kameras zur Abschreckung wurde gesprochen. Matthias Reul von der CSU äußerte dabei Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. Am Ende einigte sich das Gremium auf einen Kompromiss: Die öffentliche Toilette bleibt tagsüber geöffnet und wird ab 17 Uhr geschlossen. Bürgermeisterin Höcht will zudem prüfen lassen, ob eine Kameraüberwachung im Bereich vor dem WC rechtlich möglich ist.
Zusätzliche Kosten beim Sozialen Zentrum
Ein weiterer Punkt der Sitzung waren Mehrkosten beim Bau des „Sozialen Zentrums Krummenaab“. Einstimmig genehmigte der Gemeinderat einen Nachtrag der Firma Hackl aus Regen in Höhe von 8.537,82 Euro. Dabei ging es um Metallbauarbeiten an Türen. Höcht zeigte sich kritisch gegenüber der Praxis mancher Baufirmen, zunächst mit besonders günstigen Angeboten zu überzeugen und später zusätzliche Kosten über Nachträge geltend zu machen. Gleichzeitig betonte sie, dass insbesondere bei Sanierungsarbeiten nicht immer alle Leistungen im Vorfeld exakt kalkuliert werden könnten. Ein weiterer Nachtrag für zusätzliche Leistungen und Mehrmengen bei den Innenputzarbeiten beläuft sich auf 89.439,60 Euro brutto. Dieser Punkt wurde aus der öffentlichen Tagesordnung genommen und anschließend nichtöffentlich behandelt. Die Bürgermeisterin schlug außerdem vor, den zuständigen Architekten und den Bauleiter zu einer der nächsten Sitzungen einzuladen, um die Problematik genauer zu besprechen.
Hundeverbot am Badeweiher
Auch die Verschmutzung des Erlenweihers und der dortigen Liegewiese durch Hunde wurde thematisiert. Immer wieder würden Hundebesitzer ihre Tiere auf der Liegewiese und in den Nichtschwimmerbereich des Badeweihers ihre Hinterlassenschaften machen lassen.
Neue Anlagen in Thumsenreuth
Zum Abschluss wurden noch verschiedene Bauvorhaben behandelt. Ohne Einwände wurde der Bau einer neuen Batteriespeicheranlage im bestehenden Solarpark in der Gemarkung Thumsenreuth genehmigt. Ebenfalls einstimmig stimmte der Gemeinderat einer neuen Trafostation an der Röthenbacher Straße zu. Die rund 11,34 Quadratmeter große Anlage soll ausschließlich der öffentlichen Stromversorgung dienen.
Text: Tristan Hagspiel



