Rathaus News

Viele Beschlüsse im Gemeinderat

Für den Krummennaaber Gemeinderats standen viele abzusegnende Beschlüsse auf der Agenda der Ehrenamtlichen: Vor allem bei den Elektrifizierungsmaßnahmen der Bahn herrschte Gesprächsbedarf.

Zur Märzsitzung bat Bürgermeisterin Marion Höcht ihre Räte, da es erneut Gesprächsbedarf und Abstimmungen zu den geplanten Elektrifizierungsmaßnahmen der Deutschen Bahn gab. Diesmal beschäftigten den Gemeinderat die Kreuzungen der Bahnlinie mit den gemeindlichen Straßenzügen, an denen entweder Brücken oder Überführungen geplant sind. Wie Höcht berichtete, wurde den Kommunen von Seiten der Regierung empfohlen, dass sie sich beim Thema der Kreuzungsmaßnahmen einen Profi mit ins Boot holen, da sich die Kommunen an diesen Stellen bei den Baumaßnahmen finanziell beteiligen müssen. Zwar gebe es Ausgleichszahlungen beispielsweise beim Abriss von alten Brücken, aber neue Straßenüberführungen, wie sie beispielsweise bei Naabdemenreuth nötig würden, „fallen zu Lasten der Gemeinde, da sie dann als gemeindliche Bauten zählen.“ „Von Seiten der Bahn gibt es auch für Neubauten ein Unterhaltspaket, die weiteren laufenden Kosten fallen aber dann den Kommunen zur Last“, berichtete Höcht.  Geschäftsstellenleiter Gerhard Streibelt erklärte den Anwesenden daher: „Im Vorfeld, bei den Planungen, ist es wichtig, dass ein Profi auf die Pläne schaut, da wir nicht alle Einzelheiten in Bezug auf das Eisenbahnkreuzungsgesetz kennen können. Hier sollten alle Pläne und Verträge mit der Bahn rechtlich sauber sein; wir sollten also nichts verbummeln.“ Höcht erklärte, dass mit der Ingenieurin Frau Köstlinger aus Regensburg eine passende Beraterin gefunden wurde, da sie als ehemalige Bahnmitarbeiterin beide Seiten kenne. Die Räte einigten sich nach eingehender Beratung darauf, Frau Köstlinger für nötige Beratungsleistungen zu den geplanten Kreuzungsmaßnahmen zum von ihr unterbreiteten Angebot zu beauftragen. Wichtig war es den Räten hierbei, dass diese Leistungen nur nach tatsächlichem Aufwand und nur im Falle, dass die Bahn wirklich baut, in Anspruch genommen werden müssen.

Auch für das Bauleitplanungsverfahren zum Sondergebiet „Campingplatz Erlenweiher“ gab es einen neuen Beschluss, da sich auf Nachfragen am Landratsamt neue Erkenntnisse ergeben haben. „Unser kritisches Nachfragen hat tatsächlich neue Erkenntnisse und eine erhebliche Kosteneinsparung von knapp 15.000 Euro gebracht,“ erklärte Bürgermeisterin Höcht. Im Februar wurde zum Campingplatz bereits ein Beschluss zur Durchführung einer artenschutzgerechten Prüfung erlassen. Dieser wurde nun jedoch wieder aufgehoben, da sich herausgestellt hat, dass sich der Prüfungsaufwand für diese spezielle artenschutzrechtliche Prüfung reduziert hat. Die angefragten Firmen haben daher ihr Angebot überarbeitet und das Fachbüro RNL Energie aus Weiden erhielt nun als wirtschaftlichster Anbieter den Zuschlag.

Erfreut verkündete die Rathauschefin zudem, dass die Förderbescheide von Seiten der Steinwaldallianz im Rathaus eingegangen seien. „Für unsere tollen Ideen haben wir erneut eine tolle Förderung erhalten. Als Zuwendung für ein neues Spielgerät am Thumsenreuther Spielplatz erhält die Gemeinde knapp 6.000 Euro und auch die neue Umkleide am Erlenweiher wird mit etwas über 9.000 Euro gefördert“, konnte Höcht ihren Räten mitteilen.

Als Träger öffentlicher Belange nahm die Gemeinde erneut Kenntnis von dem überarbeiteten Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Photovoltaikanlage Sonnenenergie Friedenfels – Voitenthan“ und hatte hierzu keine Einwände. Auch der eingereichten Bauvoranfrage über den Bau einer Scheune in Sassenhof und den Bauanträgen über den Neubau einer Lagerhalle in Krummennaab und dem Anbau an ein bestehendes Wohnhaus im Ortsteil Scheibe erteilten die Räte ihr Einvernehmen.

Abschließend berichtete Jugendbeauftragter Andreas Heinz vom Treffen mit den Jugendlichen, um mit ihnen gemeinsam über den neuen Jugendtreff im Krummennaab zu sprechen. Hierzu eingeladen waren alle 16 Jugendlichen aus Krummennaab zwischen 14 und 18 Jahre. „Für den neuen Jugendtreff bekommen wir den Container aus Thumsenreuth, der dort nicht mehr benötigt wird. Der Container soll auf Höhe des Seltmann-Geländes am Rande des Bürgerparks installiert und ausgebaut werden. Hierzu haben uns die Thumsenreuther dankenswerterweise schon signalisiert, dass sie unseren Jugendlichen mit Tipps unter die Arme greifen wollen“, erklärte Heinz. „Ich hätte mir aber etwas mehr Zuspruch von Seiten der Jugendlichen gewünscht, leider waren zum Treffen nur zwei gekommen. Dennoch glaube ich, dass in Zukunft viele junge Leute, die aktuell noch keine 14 Jahre alt waren, interessiert sind.“

In der Gemeinderatssitzung beschäftigten sich die Räte mit den Kreuzungspunkten der gemeindlichen Straßen und der Bahnstrecke Marktredwitz – Regensburg.
 

Grenzbach am Erlenweiher wird ökologisch aufgewertet

Zur ersten Sitzung des Gemeinderates im Jahr 2024 lud Bürgermeisterin Marion Höcht im Februar. Neben der Erweiterung der Urnengrabanlage am Krummennaaber Waldfriedhof war der Gewässerausbau und die Renaturierung des Grenzbachs am Erlenweiher in Thumsenreuth ein großes Thema.

Bei dieser Renaturierung wird unter anderem der Gewässerlauf des Grenzbachs und die Bepflanzung neugestaltet. Dadurch soll der Grenzbach am Erlenweiher ökologisch aufgewertet werden. Es wurde betont, dass dabei besonderer Wert auf die vier dort lebenden Flussperlmuscheln und das angrenzende Salamandargebiet gelegt wird, damit diesen Arten dort weiterhin ein gesunder Lebensraum erhalten bleibt. Durch die Neugestaltung wird außerdem die Biodiversität am Grenzbach gefördert, so die Bürgermeisterin. Die Kosten für die Renaturierung belaufen sich auf ca. 160.000€, wobei hierbei 90% der Kosten durch eine Förderung gedeckt werden können. Somit konnten die Ingenieursleistungen per Direktvergabe an das Ingenieurbüro Münchmeier-Eigner vergeben werden. Die ökologischen Planungsleistungen wurden an Frau Susanne Ullmann-Wiesend vergeben.

Mit dieser Renaturierung verbunden ist zudem eine „Spezielle artenschutzrechtliche Prüfung“. Diese übernimmt die Firma Opus.

Weiterhin berichtete Höcht, dass die Feuerbestattungen immer weiter zunehmen und nur noch drei Urnengräber am Krummennaaber Waldfriedhof frei seien. „Somit sei es notwendig, die Urnengrabanlage zu erweitern“, so Höcht. Diese neue Urnengrabanlage wird neben das bestehende „Auge Gottes“ kommen und dieses ergänzen. Auch hier sollen die Urnen in den Boden versenkt werden und mittels Granitplatten, die aus Flossenbürg stammen, abgedeckt werden. Die Baumaßnahmen an sich übernimmt der Krummenaaber Bauhof. Mit der Herstellung der Edelstahlrahmen, die im Boden versenkt werden, wurde die Firma Götzl aus Erbendorf beauftragt. Die Granitplatten bearbeitet die Firma Neugierg und Zwack aus Thumsenreuth. Weiterhin wird die Teilasphaltfläche vor dem Krummennaaber Waldfriedhof abgefräst und neu asphaltiert. Dies übernimmt die Firma Braun aus Weiden-Rothenstadt.

Zudem steht eine turnusmäßige Überprüfung der Bahnbrücke bei Scheibe und der Bachbrücken bei Trautenberg und Mitttelmühle und der gemeinschaftlichen Bachbrücke bei Erlhammer/ Drahthammer an. Dies wurde an den Ingenieur K & U GmbH vergeben.

Weiterhin stehen Malerarbeiten in den Sommerferien in der Grundschule an. Diese wird die heimische Firma „Maler Lendner“ übernehmen.

„Wir hoffen, dass wir ihn nie brauchen werden“, meinte Wolfgang Bauer, als Bürgermeisterin Höcht erklärte, dass der Weg zum zukünftigen Löschteich Haselmühle in Steinbühl verfestigt und ausgeschnitten wird.

Die Gemeinderäte stimmten zudem den vorliegenden Bebauungsplänen der Stadt Erbendorf bezüglich der Solarparks zu.

Höcht berichtete weiterhin, dass sich die Krummennaaber Grundschule bei der Frühstücksinitiative des Bayerischen Lehrerinnen und Lehrerverbands mit dem Namen „Beim Frühstück beginnt unsere Zukunft“ beworben habe.

Gemeinderat und Jugendbeauftragter Andreas Heinz berichtete gegen Ende des öffentlichen Teils der Sitzung, dass ein neuer Standort für den Krummennaaber Jugendtreff bereits auserwählt worden sei und der Eigentümer des Grundstücks bereits zugestimmt habe. Um diesen Ort und den „Treff“ im Allgemeinen noch vorzustellen, wird der Jugendbeauftragte noch auf die Jugendlichen im Ort zugehen und sie zu einem Treffen einladen.