Gemeinderatssitzung vom 13. Oktober 2026

Gemeinderat Krummennaab: Sozialzentrum liegt im Zeitplan

Mit dem Baufortschritt am Sozialen Zentrum „Lebens(t)raum“ und mehreren Beschlüssen zu Bauvorhaben und Satzungen beschäftigte sich der Krummennaaber Gemeinderat in seiner Oktobersitzung.

Soziales Zentrum „Lebens(t)raum“

Zum Auftakt informierten sich Bürgermeisterin Marion Höcht und die Gemeinderäte bei einem Ortstermin über den Stand der Arbeiten. Architekt Uwe Reil von SHL Architekten und Stadtplaner aus Weiden zeigte sich zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten werden kann.

Die Arbeiten am Sozialen Zentrum kommen laut Reil gut voran. Einige Bauteile könnten noch in diesem Jahr fertiggestellt werden, weitere sollen im kommenden Jahr folgen. Positiv wirke sich dabei die Zusammenarbeit mit regionalen Firmen aus.

Für das Projekt mit zehn geplanten Wohnungen sind Baukosten von rund 6,81 Millionen Euro angesetzt. Aufgrund der starken Preissteigerungen sei allerdings mit Mehrkosten zu rechnen. Eine abschließende Abrechnung könne erst nach Beendigung der Arbeiten erfolgen.

Auch die Gestaltung der Außenanlagen nimmt konkrete Formen an. Der Plan einschließlich der vorgesehenen Kreativscheune wurde zur Prüfung bei der Regierung eingereicht. Geplant sind ein barrierefreier Obst-, Baum- und Schattengarten sowie Stellplätze am Rand des Geländes entlang der Straße. Die Außenanlagen sollen allen Bewohnern des Sozialzentrums offenstehen. Für den Obstgarten sind rund 155.000 Euro, für die Kreativscheune etwa 145.000 Euro vorgesehen. Die Gesamtkosten der Freianlagen einschließlich der Stellplätze belaufen sich auf voraussichtlich 627.000 Euro. Bürgermeisterin Höcht verwies darauf, dass 80 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst werden. Wie hoch der tatsächlich förderfähige Anteil ausfällt, steht derzeit noch nicht fest.

Im Anschluss an den Ortstermin genehmigte der Gemeinderat einstimmig einen Nachtrag für Sanitärarbeiten im Bereich der Tagespflege im Gartengeschoss des Sozialzentrums. Die zusätzlichen Kosten betragen 9.307,68 Euro brutto.

Generelles Hundeverbot am Erlenweiher

Eine Änderung gibt es künftig für den Liege- und Freizeitbereich am Erlenweiher. Der Gemeinderat beschloss einstimmig den Neuerlass der entsprechenden Benutzungssatzung. Damit gilt in diesem Bereich künftig ein generelles Hundeverbot. Ausschlaggebend waren wiederholt aufgetretene Probleme in dieser Badesaison.

Ebenfalls einstimmig stimmte das Gremium der teilweisen Einziehung öffentlicher Straßen und Wege am Erlenweiher zu. Dabei handelt es sich um einen formalen Schritt: Die betreffenden Wege waren im Zuge des Flurbereinigungsverfahrens zwar gewidmet, wurden jedoch nie gebaut und sind deshalb nicht vorhanden.

Grünes Licht für „Krummennaab Mitte“

Auch der Bebauungsplan „Krummennaab Mitte“ samt Änderung des Flächennutzungsplans fand die Zustimmung des Gemeinderats. Planer Bernhard Bartsch aus Sinzing erläuterte die eingegangenen Einwände. Diese enthielten nach seiner Einschätzung keine wesentlichen Gründe, die eine Änderung der Planung erforderlich machen würden. Über den Bebauungsplan wurde in drei einzelnen Beschlüssen abgestimmt. Alle fanden die Zustimmung des Gremiums. Bürgermeisterin Marion Höcht nahm an der Abstimmung nicht teil.

Bei den weiteren Bauangelegenheiten herrschte ebenfalls Einigkeit. Einstimmig befürwortete der Gemeinderat den Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage und Abstellschuppen. Zustimmung erhielt außerdem ein Antrag für ein wandgebundenes Terrassendach mit Glasschiebetüren. Positiv beschieden wurde auch eine Bauvoranfrage zur Aufstockung einer bestehenden Grenzgarage mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Gehweg in der Schulstraße

Aus der Bevölkerung kam die Anfrage, den Gehweg in der Schulstraße, ausgehend vom Kirchsteig in Richtung Grundschule, optisch zu verlängern. Hintergrund ist die Verkehrssituation vor Ort: Durch parkende Autos werden insbesondere Kinder, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, teilweise erst spät wahrgenommen. Zudem sind manche Radfahrer mit hoher Geschwindigkeit unterwegs, was das Risiko für gefährliche Begegnungen erhöht.

Der Gemeinderat verständigte sich darauf, zunächst eine Verkehrsschau unter Beteiligung der Polizei durchzuführen. Dabei soll die Situation vor Ort genauer beurteilt und geprüft werden, welche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit sinnvoll und umsetzbar sind. Eine abschließende Entscheidung über eine mögliche optische Verlängerung des Gehwegs soll auf Grundlage dieser Prüfung erfolgen.

Wärmeplanung und Bürgerversammlung

Zum Abschluss der Sitzung informierte Bürgermeisterin Marion Höcht über die anstehenden Termine. Am 26. Oktober ist eine Informationsversammlung zur kommunalen Wärmeplanung vorgesehen. Der Volkstrauertag wird am 14. November in Thumsenreuth begangen. Die nächste Bürgerversammlung soll am 24. November in der Mehrzweckhalle stattfinden.

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