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Soziales Zentrum „Lebens(t)raum“: Ort für Begegnung und Unterstützung

In Krummennaab entsteht mit dem sozialen Zentrum „Lebens(t)raum“ ein zukunftsweisendes Projekt, das Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zusammenbringen und vielfältige Unterstützungsangebote unter einem Dach vereinen soll. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem Gemeinschaft gelebt, Familien gestärkt und selbstbestimmtes Wohnen bis ins hohe Alter ermöglicht wird.

Ein wichtiger Baustein des neuen Zentrums ist die Integrative Familienhilfe, die als Pilotprojekt der Evangelischen Jugendfürsorge eingerichtet wird. Ergänzt wird dieses Angebot durch einen Familienstützpunkt, der künftig neben dem bestehenden Standort in Tirschenreuth als zweite Anlaufstelle im Landkreis Familien bei Fragen rund um Erziehung, Alltag und Unterstützung zur Seite stehen wird.

Darüber hinaus sollen Ergo- und Logotherapeuten die Möglichkeit erhalten, Räume im Gebäude flexibel anzumieten und gemeinsam zu nutzen. Dadurch entstehen kurze Wege für Familien, Senioren und weitere Bürgerinnen und Bürger, die therapeutische Unterstützung benötigen.

Ein Herzstück des Projekts ist die geplante Senioren-Wohngemeinschaft mit sechs sogenannten Cluster-Wohnungen. Jede Wohneinheit verfügt über ein eigenes Bad sowie eine Küchenzeile und ermöglicht somit selbstständiges Wohnen. Gleichzeitig stehen großzügige Gemeinschaftsräume mit einer großen Küche zur Verfügung, die das gemeinsame Miteinander fördern sollen. Bereits jetzt treffen sich Interessierte regelmäßig, um sich kennenzulernen und gemeinsam Ideen für das spätere Zusammenleben zu entwickeln. Weitere Interessenten sind jederzeit herzlich willkommen.

Auch das ehemalige Wohnhaus auf dem Gelände wird in das Gesamtkonzept eingebunden. Dort entstehen zwei Wohnungen für Alleinerziehende, die bezahlbaren Wohnraum mit einem unterstützenden sozialen Umfeld verbinden.

Wie das Konzept einer möglichen sozialen Tagesstätte konkret ausgestaltet wird, soll im zweiten Halbjahr 2026 entschieden werden. Damit bleibt das Projekt offen für weitere Entwicklungen und kann sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Bevölkerung orientieren.

Die Gemeinde Krummennaab lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich über das Projekt zu informieren und ihre Fragen einzubringen. Interessierte können sich jederzeit an die Gemeindeverwaltung bzw. direkt an Bürgermeisterin Marion Höcht unter der Telefonnummer 09682/9211-0 oder per E-Mail an marion.hoecht@krummennaab.de wenden.

Ein weiterer Meilenstein steht bereits fest: Im September ist ein „Tag des offenen sozialen Wohnkonzepts“ geplant. An diesem Tag erhalten alle Interessierten sowie die gesamte Bevölkerung die Gelegenheit, das Projekt kennenzulernen, sich über die verschiedenen Angebote zu informieren und einen Einblick in das neue soziale Zentrum „Lebens(t)raum“ zu gewinnen.

130 Jahre FF Krummennaab gebührend gefeiert!

Drei Tage lang stand Krummennaab ganz im Zeichen der Freiwilligen Feuerwehr. Mit einem abwechslungsreichen Festprogramm feierte die Wehr ihr 130-jähriges Bestehen und durfte sich über zahlreiche Besucher sowie beste Stimmung freuen.

Den Auftakt bildete am Freitag die Plattenparty mit DJ Markus Gottsauner, der mit seinem „Wunschkonzert“ und dem beliebten „Cupid Shuffle“ für ausgelassene Partystimmung sorgte. Kulinarisch verwöhnte die Feuerwehr ihre Gäste unter anderem mit selbstgebackenen Pizzen.

Am Samstag wurde Bürgermeisterin und Schirmherrin Marion Höcht gemeinsam mit den Fahnenabordnungen zahlreicher Feuerwehren und dem Spielmannszug Erbendorf feierlich am Rathaus abgeholt. Nach einer Gedenkfeier am Friedenshain mit Ansprachen von Feuerwehrvorsitzendem Matthias Reul und der Schirmherrin zog der Festzug zum Bürgerpark. Dort sorgte die Band „Freistaat Live“ beim Festabend für beste Unterhaltung bis in die Nacht.

Der Höhepunkt des Jubiläums folgte am Sonntag mit dem großen Festzug durch Krummennaab. Nach einem Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche mit Pfarrer Lawrence Michael am Morgen marschierten gegen Mittag mehr als 50 Feuerwehren, Vereine sowie zahlreiche Ehrengäste durch den Ort. Trotz hochsommerlicher Temperaturen säumten viele Zuschauer die Straßen und begleiteten den farbenfrohen Festzug bis zum bis auf den letzten Platz gefüllten Festzelt. Dort dankte Landrat Hubert Schicker den Feuerwehren für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz und wünschte allen Gästen einen harmonischen Festverlauf. Für den musikalischen Ausklang sorgten die „Oberpfalzschlawiner“.

Mit dem gelungenen Festwochenende unterstrich die Freiwillige Feuerwehr Krummennaab einmal mehr ihre große Bedeutung für das Gemeindeleben. Das Jubiläum bot nicht nur Anlass zum Feiern, sondern zeigte eindrucksvoll den Zusammenhalt der Feuerwehren, Vereine und der gesamten Bevölkerung.

Text: Verena Schieder