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TSV Krummennaab verjüngt sich

Bei der Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen gab es Änderungen in der Vereinsführung, ehemaliger Vorsitzender bleibt dem Verein treu und bringt sich weiterhin aktiv ein.

Auf ein turbulentes Jahr mit Höhen und auch Tiefen konnte Vorsitzende Jobst-Bernd von Lindenfels zurückblicken. In seiner Ansprache hob er die Schaffung der Spielergemeinschaft mit dem TSV-Reuth als einen wichtigen Meilenstein hervor. „Hierbei mussten wir mit viel Fingerspitzen-Gefühl uns an die Führungspersonen des TSV-Reuth herantasten.“ Als schwere Krise für den Verein bezeichnete Lindenfels den Abgang mehrerer wichtiger Funktionsträger im Mai 2021. Trotz anhaltender Coronapandemie schaffte es die Vereinsführung die betroffenen Sparten neu zu organisieren und neue Trainer zu gewinnen. Als Fußball-Trainer fungiert seither Markus Egeter, das Training für die Purzelgarde führt Lilli Roth weiter und die ehemalige Oberturnwartin Edith Mark nahm ihre Tätigkeiten wieder in ihrem Bereich auf. Dafür bedankte sich Lindenfels bei den neuen Trainern und den Beteiligten zur Wiederherstellung des Vereinsbetriebs recht herzlich.

Nach dem Verlust der Pächterin für das Sportheim in der Lockdown-Zeit und einer aussichtslosen Suche eines Nachfolgers, blieb dem Verein nichts anderes übrig als mit Ehrenamtlichen den Schankbetrieb selbst zu stemmen. Dafür zollte die Versammlung den Hauptakteuren Wolfgang Bauer und Rene Weidner für ihren tadellosen Einsatz für den Betrieb der Vereinsgaststätte Applaus. Bauer merkte an, dass das Sportheim immer freitagabends und sonntagvormittags geöffnet hat. Auch für Sondertermine auf Anfrage ist das Team um Bauer bereit das Sportheim zu öffnen.

Ein altbekanntes Sorgenkind beschäftigte auch im vergangenen Vereinsjahr die Vorstandschaft des Turn- und Sportvereins von Krummennaab. Erneut drang Wasser in den Keller des Vereinsheims ein und trotz großer Bemühungen das Wasser im Garten abzuleiten und versickern zu lassen, wird das Problem nicht in absehbarer Zeit zu lösen sein.

Zurückblickend auf seine Zeit als Vorstand führte Lindenfels den Verein durch seine schwierigste Zeit hindurch und freut sich stand jetzt zu sagen, dass der Verein wieder relativ gut dasteht. Neben wenigen Abgängen an Mitgliedern kann der Verein auch wieder Neuanmeldungen vermelden, alle Sparten funktionieren wieder und für die bevorstehende Vorstandswahl stehen genügend geeignete Bewerber zur Verfügung. Für die Unterstützung aller im Verwaltungskreis tätigen Personen bedankte sich Lindenfels herzlich. Einen besonderen Dank sprach Lindenfels an Reinhard Naber und Rene Weidner aus, die ihm in seinem Zuständigkeitsgebiet stets sehr unterstützt haben. Sein Abschied fällt ihm nicht leicht, aber er werde auch in Zukunft helfend zur Verfügung stehen.

In den Sparten melden die Verantwortlichen eine positive Entwicklung. Im Bereich Fußball erfreut sich die Jugend einen anhaltenden großen Zuspruch, sodass für die nächste Saison eine zweite Mannschaft geplant ist. Auch die Turnerinnen und Turner melden gute Beteiligung im angebotenen Breitensport. Besonders im Turnangebot für Mädchen und Jungs sei der Trainingseifer enorm. Die Kegler mussten pandemiebedingt ihre Aktivitäten im Jahr 2021 ruhen lassen, für die kommende Saison sei aber eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs geplant. Beim Tanzen zahlte sich die Umstellung auf einen wöchentlichen Turnus mit steigenden Teilnehmerzahlen aus. Die dadurch gestiegenen Trainerkosten werden vollständig von der Sparte und seinen Mitgliedern getragen. Es wird beabsichtig eine zweite Gruppe für niederschwelligen Senioren-Tanzsport aufzubauen. Als außergewöhnliches Angebot im ländlichen Bereich blickt Lindenfels stolz auf seine Tanzsparte.

Im Kassenbericht erläuterte Kassier Reinhard Naber die finanzielle Lage des Vereins ausführlich in einer leinwandgestützten Präsentation. Neben vielen Ausgaben standen auch Einnahmen gegenüber. Aufgrund unerwarteter Kosten für die Beseitigung des Wassers im Umfeld des Sportheims, schließ der Verein das vergangene Vereinsjahr mit einem Verlust ab. Kassenprüfer Reinhard Götz bescheinigte der Versammlung eine einwandfreie Kassenführung und appellierte an die Vereinsführung eindringlich, dass jeder Ausgabenposten auf den Prüfstand gestellt werden soll, um den Verein auch für die Zukunft finanziell zu rüsten.

Bei Neuwahlen kam es zu einer Veränderung in der Führungsebene. Zukünftiger neuer Vorstand des TSV Krummennaab ist Rene Weidner. Wolfgang Bauer übernimmt die Aufgaben des ehemaligen zweiten Vorstands Josef Minnich. Als dritter Vorstand wurde Markus Egeter einstimmig gewählt. Im Amt des Kassiers wurde Reinhard Naber bestätigt. Auch Anja Kett bleibt Schriftführerin. Funktionsträger in den einzelnen Sparten: Andreas Kropf (Fußball), Markus Egeter (Jugend), Edith Mark (Oberturnwartin), Anja Kett (Mädchenturnen), Christopher Moller (Knabenturnen), Lilli Roth (Purzelgarde), Edith Mark und Gerlinde Fürst (Erwachsenenturnen), Jobst-Bernd von Lindenfels (Tanzen), Reinhard Naber (Kegeln), Reinhard Götz und Norbert Rahn (erster und zweiter Kassenprüfer). Als Beisitzer in der Vorstandschaft sind: Uwe Selch, Markus Kett, Christian Bauernfeind, Jobst-Bernd von Lindenfels, Peter Kett, Jürgen Lehner und Josef Minnich.

Feuerwehren der Gemeinde Krummennaab unterstützen Hilfstransport

Mit zwei Feuerwehrfahrzeugen und einem Privatauto schlossen sich Ehrenamtliche der Gemeinde Krummennaab einem Hilfskonvoi Richtung Ukraine an. Der Geschäftsführer der IGZ Erbendorf, Christian Mattes, und sein Bruder Tobias Mattes, Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Amberg, hatten gemeinsam mit dem BRK Amberg Hilfsgüter gesammelt, die an die Grenze Przemyśl/Polen gebracht werden mussten. Schnell war klar, dass sich die Feuerwehren Krummennaab und Thumsenreuth an dieser Aktion beteiligen wollen, stammen die beiden Organisatoren doch gebürtig aus Thumsenreuth. So machten sich die Teams Wolfgang Bauer und René Weidner (Feuerwehr Krummennaab), Thomas Busch und Peter Schaumberger (Feuerwehr Thumsenreuth) und David Horn mit Florian Tretter im privaten Transporter auf den Weg in Richtung polnisch-ukrainische Grenze. Unterstützt wurden die Ehrenamtlichen durch eine Geldspende der Firma Frank Brenner Krankengymnastik für die Spritkosten.

Nach der Abfahrt an den Startpunkten in Krummennaab und Erbendorf wurden über die Strecke Wernberg – Pilsen – Prag – Brünn – Ostrava – Krakau – Przemyśl über 1015 Kilometer zurückgelegt, um die Güter in die Krisenregion zu bringen. In Przemyśl erreichte der Transport seinen Zielpunkt, circa 100 Kilometer von Lwiw in der Ukraine entfernt. Insgesamt bestand der Konvoi aus elf Fahrzeugen, die sich aus einem Reisebus, neun Feuerwehrmannschaftswägen und einem privaten Transporter zusammensetzte. An Bord waren ebenfalls zwei Dolmetscher, die die Freiwilligen bei ihrer Fahrt sprachlich unterstützten.

Geplant war, auf dem Rückweg Flüchtlingen eine Mitfahrgelegenheit zu ermöglichen. Leider konnten insgesamt nur 22 Geflüchtete mitgenommen werden. Durch einen Besuch polnischer Minister wurden bereits einen Tag vor Ankunft des Transports die Grenzen geschlossen, was viele Flüchtlingshelfer die Heimreise ohne Personen antreten lies. Die von den Freiwilligen Mitgenommenen konnten entweder in Tschechien abgesetzt werden, zwölf Flüchtlinge kamen mit nach Fockenfeld. Die Ehrenamtlichen vermuten aber, dass der Flüchtlingsstrom in den kommenden Tagen wieder stark zunimmt.

Große Spendenbereitschaft

Mit so einem großen Ansturm an Unterstützung hatte der TSV Krummennaab nicht gerechnet.

Am vergangenen Wochenende hat die Vorstandschaft des Turn- und Sportvereins zur Sammlung von Spendengütern für die Ukraine aufgerufen. „Wir wollten helfen“ äußerte sich Mitorganisatorin Anja Kett und dem folgten viele. Bereits am Mittag wurde die Anzahl an Anlieferungen von 80 überschritten. Der TSV Krummennaab nutzte seine große Bekanntheit und seine etablierten Kommunikationswege, um die Information zur Spendensammlung schnell in der Bevölkerung zu streuen. Von Hygieneartikel, Verbandsmaterial, Decken und warmer Kleidung bis zu diversen Nahrungsmitteln reichte das Sortiment. Auch Geldspenden konnten entgegengenommen werden. Ein besonderes „Danke“ ergeht an die außerordentlichen großen Gönner vom Imperatore Erbendorf und dem CLUB 13+1 Reuth 1998. Mitten in der Menge an Kisten stechen zehn pinke Rucksäcke heraus, die fertig gepackt eine Grundausstattung für Frauen beinhalten und vom Osterbasar Immenreuth angeliefert wurden. Mit zwei vollbeladenen Sprintern fuhr der städtische Kindergarten Kunterbunt in Erbendorf auf das TSV Sportgelände ein und lieferte die bereits im Vorfeld gesammelten Warenspenden an. Die gesammelte Ware wird nun zum Zentrallager des Reservistenverbands nach Mitterteich gebracht (wir berichteten). Das Organisationsteam und die gesamte Vorstandschaft des TSV Krummennaabs bedankt sich bei allen Spendern und Gönnern für ihre große Spendenbereitschaft.