In der letzten Sitzung des Gemeinderats im Dezember standen zahlreiche
Beschlüsse, Förderangelegenheiten sowie die traditionelle Ehrensitzung auf dem Programm. Die
Erste Bürgermeisterin Marion Höcht eröffnete die Sitzung mit einem Dank für die gute
Zusammenarbeit im Jahr 2025.
Zu Beginn beschloss der Gemeinderat, die Jugendarbeit der örtlichen Vereine erneut finanziell zu
unterstützen. Der Ski- und Tennisclub Krummennaab erhält 200 Euro, der Kleintierzuchtverein
B800 Krummennaab/Erbendorf 350 Euro, der TSV Krummennaab 1.800 Euro und die
Schützengemeinschaft 1898 1.400 Euro. Die Gemeinde betonte, wie wertvoll die Jugendarbeit aller
Vereine für das gesellschaftliche Leben vor Ort sei.
Im Hinblick auf die kommende Kommunalwahl legte das Gremium außerdem das Erfrischungsgeld
für Wahlhelfer fest. Mitglieder der Urnen- und Briefwahlvorstände erhalten 40 Euro, Wahlvorsteher
und Schriftführer 50 Euro. Für die Mitglieder des Wahlausschusses wurde eine Entschädigung von
20 Euro pro Sitzung beschlossen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Vorstellung geplanter Investitionen, die über die
Leader-Förderung unterstützt werden sollen. Dabei geht es um die Aufwertung des Dorfplatzes
sowie um die Einrichtung der Teeküche im Sozialen Zentrum. Für diese Maßnahme war ein
Beschluss zur Kostenübernahme und künftigen Nutzung erforderlich. Die Gesamtkosten betragen
rund 70.000 Euro, von denen etwa 60 Prozent – rund 42.000 Euro – über Fördermittel gedeckt
werden sollen. Der Gemeinderat entschied einstimmig, die verbleibenden Kosten zu übernehmen.
Um beim Neubau des Sozialen Zentrums Verzögerungen zu vermeiden, beschloss die Gemeinde
zudem die Anschaffung einer Winterbauheizung. Diese wird benötigt, damit die Verputzarbeiten
trotz winterlicher Temperaturen planmäßig fortgeführt werden können. Eigentlich soll das Gebäude
künftig über Fernwärme beheizt werden, jedoch ist die dafür notwendige Übergabestation aufgrund
von Lieferengpässen noch nicht verfügbar. Den Auftrag für die Winterbauheizung erhielt die Firma
Ertl aus Waldthurn zum Angebotspreis von 7.937,30 Euro brutto.
Im weiteren Verlauf der Sitzung informierte Bürgermeisterin Höcht darüber, dass die letzten beiden
in Frage kommenden Flächen für mögliche Windenergieanlagen gestrichen werden mussten. Grund
hierfür ist das Vorkommen der geschützten Flussperlmuschel. Damit kann die Gemeinde derzeit
keine Flächen für Windkraft zur Verfügung stellen.
Anschließend wurde ein Bauantrag für ein Vorhaben in der Ringstraße 7 im Ortsteil Scheibe
behandelt. Der Gemeinderat stimmte sowohl dem Bauantrag als auch der dafür notwendigen
isolierten Befreiung vom Bebauungsplan zu.
Für Januar kündigte Höcht außerdem die Einreichung eines Förderantrags bei der Steinwald-Allianz
im Rahmen der Kleinförderprojekte an. Die Gemeinde möchte zwei neue Rutschen anschaffen –
eine für den Bürgerpark und eine weitere für den Erlenweiher.
Den feierlichen Abschluss der Sitzung bildete die Ehrensitzung. Dabei wurden mehrere
Bürgerinnen und Bürger für besondere Verdienste geehrt. Mit dem Ehrenzeichen der Gemeinde in
Bronze ausgezeichnet wurden Mila Schieder und Luis Busch. Mila Schieder qualifizierte sich
bereits 2023 in der Disziplin Luftpistole für die Deutschen Meisterschaften. 2025 errang sie den
Meistertitel im Einzel und holte gemeinsam mit ihrer Mannschaft die Bronzemedaille. Luis Busch
ist erfolgreicher Leichtathlet und Oberpfalzmeister in den Disziplinen Hürden, Diskus, Speer, Kugel
und Stabhochsprung. Zudem ist er bayerischer Meister im Neunkampf – und dies neben vielen
weiteren sportlichen Erfolgen.
Mit dem gemeindlichen Ehrenzeichen in Silber wurden Christine Höllerer, Angelika Hederer und
Florian Mattes ausgezeichnet. Christine Höllerer wirkte 55 Jahre im evangelischen Posaunenchor
mit und gab über zwei Jahrzehnte Flötenunterricht. Heute engagiert sie sich beim „Freien Singen“
des Steinwaldnetzes. Angelika Hederer leitet seit 15 Jahren die „Quersinger“ der Gemeinde, die –
so Höcht – aus dem kulturellen Leben Krummennaabs nicht mehr wegzudenken sind. Florian
Mattes wurde für seine Autorentätigkeit geehrt. Mit inzwischen fünf veröffentlichten Werken,
zuletzt „Dann kummt der Guzergaggl“ (2025), mache er die Heimat literarisch lebendig. Seit 2007
widmet er sich dem Schreiben.
Mit dem gemeindlichen Ehrenzeichen in Gold wurde Norbert Hederer ausgezeichnet. Er führte über
36 Jahre die Kasse der Freiwilligen Feuerwehr Thumsenreuth – eine Aufgabe, „vor der sich viele
drücken würden“, wie Höcht betonte. Hederer erledigte seine Arbeit stets akribisch, loyal und mit
viel Humor, ohne jemals großes Aufheben darum zu machen.
Mit herzlichen Dankesworten und einem Ausblick auf das kommende Jahr beendete die
Bürgermeisterin die letzte Gemeinderatssitzung und verabschiedete das Gremium in die
Weihnachtszeit.
Text: Tristan Hagspiel


