Auftaktseminar zur Dorferneuerung: Thumsenreuther schmieden Zukunftspläne für ihren Ort

Thumsenreuth/Plankstetten.

Wie soll sich Thumsenreuth in den kommenden Jahren weiterentwickeln? Welche Stärken zeichnen den Ort aus und wo besteht Handlungsbedarf? Mit diesen Fragen beschäftigten sich elf Bürgerinnen und Bürger aus Thumsenreuth beim zweitägigen Auftaktseminar zur Dorferneuerung, das am vergangenen Freitag und Samstag in der Schule für Dorf- und Landentwicklung (SDL) im Kloster Plankstetten stattfand.

Mit dabei waren die Erste Bürgermeisterin der Gemeinde Krummennaab, Marion Höcht, Mitglieder des Gemeinderats, Vertreter örtlicher Vereine sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger.

Moderiert wurde das Seminar von Anna Schwarzmaier vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz und Kilian Bindl vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus.

Zum Auftakt informierten die Moderatoren über den Ablauf einer Dorferneuerung, Fördermöglichkeiten und bereits erfolgreich umgesetzte Projekte in anderen Gemeinden. Im Mittelpunkt stand jedoch vor allem die Frage, welche Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten sich konkret für Thumsenreuth ergeben.

In mehreren Gruppenarbeiten und Diskussionen analysierten die Teilnehmer die Stärken und Schwächen ihres Ortes und entwickelten erste Ideen für die zukünftige Dorfentwicklung. Dabei wurde schnell deutlich, dass Thumsenreuth über zahlreiche Qualitäten verfügt: Besonders hervorgehoben wurden das aktive Vereinsleben und der starke Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft. Darüber hinaus bieten das attraktive Freizeit‑ und Naherholungsangebot – insbesondere der Erlenweiher, der Steinwaldradweg und der Bankerlwanderweg – sowohl Einheimischen als auch Besucherinnen und Besuchern aus der Umgebung wertvolle Erholungsräume.

Gleichzeitig wurden auch Themen benannt, bei denen die Dorferneuerung wichtige Impulse setzen kann. Im Fokus stand insbesondere die künftige Nutzung des alten Feuerwehrhauses inklusive Jugendtreff sowie die Gestaltung des Dorfangers. Auch die Planungen für das neue Feuerwehrhaus wurden diskutiert. Hier sehen die Beteiligten die Chance, durch eine abgestimmte Planung sinnvolle Synergien für die weitere Entwicklung des Ortskerns zu schaffen. Neben diesen größeren Projekten wurden auch zahlreiche kleine und schnell umzusetzende Maßnahmen gesammelt, wie beispielsweise die Beschattung des bestehenden Spielplatzes.

Nach zwei intensiven Seminartagen fiel das Fazit durchwegs positiv aus. Die Diskussionen verliefen offen, konstruktiv und zielorientiert. Die Teilnehmer brachten ihre Ideen engagiert ein und zeigten großes Interesse daran, die Zukunft ihres Heimatortes aktiv mitzugestalten.

Die Ergebnisse des Seminars bilden nun die Grundlage für die weiteren Schritte. In den kommenden Monaten werden die erarbeiteten Ideen aufbereitet und die Rahmenbedingungen für eine mögliche Dorferneuerung gemeinsam mit dem Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz konkretisiert. Über die weiteren Planungen und die mögliche Einleitung der Dorferneuerung wird die Bevölkerung zu gegebener Zeit im Rahmen einer Informationsveranstaltung umfassend informiert.

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