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Brot-Rauchzeichen ziehen durch Krummennaab

Alle Plätze waren nicht nur im ersten Brotbackkurs am neuen Backofen der Gemeinde belegt, sondern auch das Fassungsvolumen von 35 Laib Brot des Backofens wurde am Oberpfalztag komplett ausgereizt. Unter professioneller Anleitung buken die Krummennaaber Frauen und Männer ihr erstes Brot im Holzbackofen. Mit Angela Marmor, einer Fachfrau auf ihrem Gebiet in Wildkräutern und Brotbacken, hat Organisator Andreas Heinz seine alten Verbindungen aus der Studienzeit in Regensburg genutzt, um ein Gelingen für das Brotlaibl zu sichern. Bei herrlichem Sommerwetter und mit amüsanten Erklärungen verging der Tag wie im Flug und zügig waren die Brotteige vorbereitet. Alle Arbeiten wurden ohne maschinelle Unterstützung und mit reiner Muskelkraft ausgeführt. Die Wartezeit zwischen den Ruhephasen für den Teig nutzte Marmor, um auf die vollzogenen Arbeitsschritte nochmals genauer einzugehen und Fragen der Teilnehmer zu beantworten. Zu „Wenn der Sauerteig einmal sauer ist und nicht gleich mag“, konnte die Kursleiterin viele nützliche Tipps geben, die auch in Haushalten mit geringem Zeitbudget ohne großen Aufwand und Können anwendbar sind. Gegen Mittag wurde das Holz im Ofen entzündet und kurzzeitig waren die Rauchzeichen des Ofens im Umkreis sichtbar. Nach eineinhalb Stunden war der Zeitpunkt zum „Einschießen“ der liebevoll zubereiteten Teiglinge gekommen. Wie am Schnürchen verlief die Füllung des Backraums und in Reih und Glied nahmen die Prachtstücke ihren Platz ein. Alle Öffnungen am Backofen wurden geschlossen und eine 50-minütige Wartezeit begann. Die Anspannung der Teilnehmer war hoch, da für mindestens zehn Minuten die Türe zur Kontrolle nicht geöffnet werden durfte. „Die Brote sind fertig“ verkündete Angela Marmor und den Frauen und Männern bot sich im Ofen ein erfüllender Blick. Schnell verbreitete sich der Duft des frischen Brotes. Sichtlich erleichtert und zufrieden zeigte sich auch Heinz über das erfolgreiche Gelingen des Brotbackens.

Blumengestecke heiß umkämpft

Nach zwei Jahren Pause konnten die Thumsenreuther Schützen wieder ihr beliebtes Muttertagsschießen durchführen. Der Zuspruch aus der Bevölkerung war groß und im Laufe des Abends wurden viele Kugeln mit dem Luftgewehr auf die Zielscheibe in Form einer farbigen Blume geschossen. Die Blume war in kleinen Sektoren unterteilt, die mit nicht bekannten Punkten hinterlegt waren. Je nach Treffer erhielt der Teilnehmer mehr oder weniger Punkte gutgeschrieben. Traf dir Kugel mehrere nebeneinander liegende Felder, so wurden die Punkte aller getroffenen Felder gezählt. Drei Treffer wurden immer zu einer Serie zusammengefasst. Schnell füllte sich die auf einer Leinwand ersichtlichen Highscore. Bis kurz vor dem Ende zeigte die Highscore sogar zwei erstplatzierte Sieger mit 833 Punkten an. Entwickler und Betreuer des eigens programmierten Glücksschießens Andreas Heinz verriet den Interessierten, dass diese Punktzahl in der Tat zweimal erreicht wurde. Allerdings mit zwei völlig unterschiedlichen Schussbildern, wobei bei einer Serie sogar ein Nuller – ein Treffer außerhalb der Wertungsmatrix – dabei ist. Mit großem Eifer versuchten die Gäste mit Nachkäufen an die Spitze der Tabelle zu gelangen. Und gegen Ende hat es doch noch jemand geschafft und sich mit 920 Punkten an Position eins geschoben. Über Platz eins beglückwünschten Vorsitzender Horst Bauer und das Publikum im Saal mit großem Applaus die Schützin Maria Schwingshandl. Die größte Freude hatte Stefans Sohn Matthias, dieser den achten Platz erreichte. In unhaltbarer Begeisterung brach er aus, als er aus dem großen Buffet an Blumen eine Pflanze erhielt, die größer als er selbst war. Jeder Teilnehmer durfte sich gemäß seiner Platzierung eine Blume aussuchen. Eine Show ist die im Anschluss stattfindende Versteigerung der übrig gebliebenen Pflanzen. Großes Verkäufergeschick legte Bauer ans Tageslicht und die restlichen Blumen konnten in amüsanten Bieterrunden neue Besitzer finden.

Tomatenpflanzen heiß begehrt: Pflanzenbörse des Siedlervereins

Eine Woche nach dem großen Erfolg des Maibaum-Festes war das Team der Siedlergemeinschaft erneut gefordert. Nach zwei Jahren Corona-Pause wurde nun wieder eine Pflanzenbörse für alle Garten- und Blumenfreunde angeboten. Neu war dieses Jahr, dass der Standort gewechselt hat. Fand man bislang immer im und rund ums Krummennaaber Feuerwehrhaus eine Bleibe, wurde dieses Jahr erstmals das kleine Zelt im Bürgerpark genutzt, das noch vom Maibaum stand. Und es sollte sich als gute Idee erweisen.

Wie immer hatte Petra Sieder, die Gattin von Siedler-Vorstand Max Sieder, in mühevoller Kleinarbeit irgendwas zwischen 750 und 800 verschiedene Pflanzen und Setzlinge angezüchtet, die man gegen eine kleine Spende mitnehmen konnte. Tomaten, Zucchini, Chili und Kürbisse wechselten so körbeweise ihre Besitzer. Schon weit vor der offiziellen Eröffnung um 13 Uhr herrschte reger Andrang vor dem Absperrband. Petra Sieder und Brigitte Grünbauer kümmerten sich dann nach offizieller Eröffnung um eine geordnete Ausgabe des begehrten Grünzeugs, so dass jeder Gartenfreund „seine Beute“ machen konnte und niemand leer ausging. Christine Heinz und Simon Ertl hielten Lose bereit, die gerne angenommen wurden, da jedem Los ein nützliches Gartenutensil als Preis entsprach.

Die vielen fleißigen Hände der Siedler-Frauen und Männer hatten einige Biergarnituren aufgebaut, auf denen man nach dem Pflanzentausch in aller Ruhe Kaffee und Kuchen oder deftige Grillwaren genießen konnte.

Schon nach einer guten Stunde war das aufgebaute Pflanzenangebot vollständig abgeräumt.

Nachdem das Wetter mitspielte und die Besucher den Standortwechsel mitgemacht haben zogen die Siedler eine positive Bilanz der Veranstaltung. Auch für die Pflanzenbörse eignet sich der Bürgerpark mit seinem neuen Versorgungsgebäude sehr gut. Am späten Nachmittag war dann auch alles schon wieder abgebaut. Bleibt für alle Gartler zu hoffen, dass die mitgenommenen Pflanzen gedeihen und reichlichen Ertrag bringen.